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18.03.2016 | Umwelt und Natur, Jugend und Bildung

Neues Kleingewässer im Naturerlebnis Grabau

Im Naturerlebnis Grabau ist ein neues Kleingewässer entstanden. Daraus soll zukünftig ein Feuchtbiotop mit unterschiedlichen Tier- und Pflanzenarten entstehen.

Schon seit Langem quakten im kleinen Tümpel des Naturerlebnis Grabau keine Frösche mehr. Am Rande des großen Hohendammer Mühlenteiches, unterhalb der Streuobstwiese, wurde er damals angelegt. Ca. einen halben Meter tief und am Grund mit einer Schicht aus Lehm abgedichtet. Doch im Laufe der Jahre bohrten sich die Wurzeln der Wasserpflanzen, vor allem des Schilfrohrs, durch die Lehmschicht und beschädigten sie. Das Wasser, das sich bisher im Tümpel sammelte, floss nun sofort ins Erdreich. Übrig blieb eine schlammige Pfütze. Kein Frosch wollte hier mehr wohnen und auch Molch und Co. wanderten lieber in den großen Teich ab.

Ein kleiner Tümpel bietet aber eine tolle Kinderstube für wechselwarme Tiere, da sich das hier gesammelte Wasser schneller erwärmt als im großen See nebenan. Die Entwicklung der Larven wird somit beschleunigt. Im Sommer fällt ein Tümpel auch mal zeitweise trocken - dies passiert einem See oder Teich nicht.

Wir brauchten also dringend eine neue Frosch-Kita!

Anfang März dieses Jahres war es dann soweit. Große Bagger der Firma Draeger rückten an und hoben rund 50 Kubikmeter Oberboden aus. Der Grund wurde mit einer 50 cm starken Lehmschicht ausgekleidet und verfestigt.

Bis zu 1,5 Meter ist der neue Tümpel nun tief. Zur Streuobstwiese wurde noch ein kleiner Zaun gebaut, damit die spielenden Kinder nicht ins Wasser laufen. Ein paar Weiden verstärken diese Funktion noch. Bald werden auch noch weitere Ufer- und Wasserpflanzen eingesetzt, wie etwa die Teichrose.

Hier können die Frösche von Grabau dann endlich wieder ein kräftiges Konzert vom Blatt quaken und unserem FSJler Robin den Schlaf rauben.