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31.10.2016 | Umwelt und Natur, Jugend und Bildung

Saustark! Wildschweinrallye im Naturerlebnis Grabau

Zum ersten Mal wurde in diesem Jahr im Rahmen des Herbstferienprogrammes eine Wildschweinrallye abgehalten. Oberförster Ewald Pudlich alias Waldpädagoge und Förster Jens begrüßte die Jungjägerschar zusammen mit seinem einköpfigen Jagdbläserchor.

Mit von der fröhlichen Jagdpartie waren auch  Ernst Schläfrig „ von der Behörde“ (Waldpädagoge Jan), Gisela Müller-Heckenpieper-Schnoor vom Veterinäramt (alias Waldpädagogin und Biologin Andrea) sowie Herr Hilfreich (FSJler Tom).  Die Aufgabe lautete, den wilden Keiler Eberhard zur Strecke zu bringen, der seit geraumer Zeit die Äcker von Bauer Huber verwüstet.

Ernst Schläfrig teilte die Wildsaupässe aus, in welche die Kinder ihre Punkte eintragen konnten. Bei Erfolg- und nur dann, so der Mann von der Behörde, würde am Ende der Kinderjagdschein winken.

Zunächst mussten die Kinder bei einer Abwandlung des Klassikers „Eins, zwei oder drei“ ihr bereits bestehendes Wissen über Wildschweine zeigen. Neben biologischen Fragen, war auch viel Jägerlatein dabei.  Dann ging es für erste Zielübungen zum Dosenwerfen in den Wald.

Ein guter Riecher  war danach gefragt: Die Kinder sollten die Bäume erschnüffeln, die Keiler Eberhard am Abend vorher markiert hatte. Diese Markierungen riechen nach Maggi, verriet Oberförster Pudlich.

Bei der dann folgenden Station wurden zunächst Flitzebögen mit den Eltern gebastelt. Gar nicht so einfach, wie mancher Jungjäger feststellte. Dann erschien der (Stroh-)Keiler Eberhard auf der Lichtung. Nach einem Schluck Zielwasser durften die Kinder ihr Geschick mit Pfeil und Bogen zeigen. Dann ging es weiter in den Wald, wo der Boden mit Stöckern nach Wildschweinnahrung durchwühlt werden musste. 

Beim Spiel „Wildschweinjagd“, zielten die Kinder dann mit Bierdeckeln auf  ihre davonrennenden Eltern, die als Wildschweine herhalten mussten. Ein riesiger Spaß! Bei einem Treffer wurden „Fleischkarten“ ausgeteilt, die von Gisela Müller- Heckenpieper-Schnoor auf Trichinen hin untersucht wurden. War das Fleisch gut, so gab es einen Stempel in die Jagdkarte.  

Da Keiler Eberhard beim Bogenschießen nur Streifschüsse erlitten hatte, mussten die kleinen Jäger am Ende zur Nachsuche antreten. Zusammen mit Jagdhund „Wolf“, folgten sie dem „Schweiß“, also dem Blut des verwundeten Keilers  und fanden ihn bald darauf tot im Wald.

Die letzte Aufgabe bestand darin, das Wildschwein zum mit Fichtenzweigen ausgelegten Streckeplatz zu transportieren. Mit langen Stöckern und Jutesäcken gelang den Kindern auch dies mit Bravour.

Oberförster Pudlich lies das Schwein  mit „Sau tot“ verblasen und gab dem Keiler seinen „letzten Bissen“, einen Fichtenbruch, ins Maul. Auch die Jungjäger erhielten einen Bruch und Jungjäger Jan wurde mit der höchsten Punktzahl zum König der Jagd erkoren. Alle Kinder freuten sich zum Schluss riesig über ihren erfolgreich erworbenen Kinder-Jagdschein.