Neues Frauenhaus in Stormarn
Land fördert Neubau mit 1,6 Millionen Euro.
Foto (v.l.n.r.): Silke Boldt (Vorstandsmitglied der Sparkasse Holstein), Dr. Henning Görtz (Landrat des Kreis Stormarn und Vorstandsvorsitzender der Sparkassen-Sozialstiftung Stormarn), Roald Wramp (Bürgermeister der Stadt Reinfeld (Holstein)), Gleichstellungsministerin Aminata Touré, Marion Bolfeld (1. Vorsitzende Frauen helfen Frauen Stormarn e.V.), Gisela Bojer (Vorsitzende des Fördervereins Frauen helfen Frauen Stormarn e.V. ) und Olaf Nelle (Geschäftsführer der Stiftungen der Sparkasse Holstein).
Gleichstellungsministerin Aminata Touré hat heute in der Hauptstelle der Sparkasse Holstein in Bad Oldesloe symbolisch einen Förderbescheid für den Neubau eines Frauenhauses in Reinfeld (Kreis Stormarn) übergeben. Der Neubau soll das in die Jahre gekommene Frauenhaus in Ahrensburg ablösen. Für das Bauvorhaben stellt das Land rund 1,6 Millionen Euro aus dem IMPULS-Programm zur Sanierung und zum Neubau von Frauenhäusern bereit.
„Nach wie vor erleben viel zu viele Frauen und Kinder Gewalt durch ihre Partner oder Ex-Partner. Das Mindeste, was wir tun können, ist, ihnen eine Unterkunft zu bieten, in der sie sicher sind und sich wohlfühlen können. Deshalb freue ich mich sehr, dass im Kreis Stormarn mit einer umfangreichen Landesförderung nun ein neues, modernes Frauenhaus entsteht“, sagte Touré.
Das neue Frauenhaus in Reinfeld soll Platz für 15 Frauen und Kinder bieten. Den Betrieb übernimmt wie bereits in Ahrensburg der Verein Frauen helfen Frauen Stormarn e. V. Bauherr sind die Stiftungen der Sparkasse Holstein, die das Bauprojekt zusätzlich mit mehr als 600.000 Euro finanzieren.
„Wir unterstützen das Frauenhaus bereits seit vielen Jahren und wissen, wie unverzichtbar dieses Angebot für Betroffene ist“, sagte Olaf Nelle, Geschäftsführer der Stiftungen der Sparkasse Holstein. „Mit dem Neubau in Reinfeld entsteht ein zeitgemäßes, sicheres Haus für Frauen und Kinder. Gemeinsam mit dem Land und dem Verein Frauen helfen Frauen Stormarn e. V. schaffen wir einen Ort, der neue Perspektiven ermöglicht und ein wichtiges Signal gegen häusliche Gewalt setzt.“
Die Fördersumme von rund 1,6 Millionen Euro ist die mit Abstand höchste Förderung für ein Frauenhaus in Schleswig-Holstein in der Geschichte des IMPULS-Programms, betonte die Ministerin: „Es ist großartig, dass wir zum Abschluss des Programms noch einmal eine so hohe Förderung ermöglichen konnten.“ Das 10,3 Millionen Euro umfassende IMPULS-Programm zur Förderung baulicher Investitionen in Frauenhäusern lief Ende 2025 aus.
Touré ergänzte: „Wir wollen perspektivisch unbedingt noch mehr Frauenhausplätze in Schleswig-Holstein schaffen. Deshalb stellen wir hierfür künftig 30 Millionen Euro aus dem Infrastrukturpaket bereit. So sollen landesweit 200 weitere Frauenhausplätze entstehen.“
In Schleswig-Holstein gibt es aktuell 18 Frauenhausstandorte mit insgesamt 426 Plätzen, die über das Finanzausgleichsgesetz (FAG) gefördert werden. Weitere Frauenhausplätze werden auf Eigeninitiative auf Kreis- und Stadtebene bereitgestellt, sodass es landesweit derzeit insgesamt 473 Frauenhausplätze gibt.