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Stipendiatinnenwechsel in der Galerie in der Wassermühle Trittau

Ana Kostova wird als 35. Stipendiatin begrüßt

Kunststipendium in der Trittauer Wassermühle: Stipendiatinnenwechsel Noémi Barbaglia präsentiert ihre Abschlussausstellung Shift Ana Kostova wird als 35. Stipendiatin begrüßt

Ankündigung: Künstlerinnengespräch mit Noémi Barbaglia am 17. Mai 2026

Mit der Ausstellung Shift präsentiert Noémi Barbaglia, 34. Stipendiatin der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn, die Ergebnisse ihres Jahresstipendiums. Am 1. Mai 2026 hat Ana Kostova ihr Stipendium als 35. Stipendiatin in Trittau angetreten.

Noémi Barbaglia thematisiert in ihren Werken die Kommunikation zwischen Betrachtenden und Raum. In ihrer künstlerischen Praxis beschäftigt sie sich mit Architektur, Psychologie, Träumen und Trauer sowie rituellen und prozessorientierten Praktiken. Sie erforscht darin malerisch-bildhauerische Grenzbereiche. Dabei arbeitet sie immer im Spannungsfeld zwischen Rückzug und Aufbruch, Erinnerung und Neubeginn, die untrennbar mit Zugehörigkeit und Verortung verbunden sind.

Noch bis zum 17. Mai 2026 ist Barbaglias Ausstellung Shift in der Galerie in der Wassermühle Trittau zu sehen. Im Rahmen der Finissage am 17. Mai findet um 15 Uhr ein Künstlerinnengespräch mit der Künstlerin selbst und dem Assistenzkurator am Kunstverein Hamburg Dr. Martin Karcher statt.

Thomas Bothe würdigt die scheidende Stipendiatin Noémi Barbaglia: „Noémi Barbaglia hat das Stipendium mit ihren raumgreifenden Installationen und ihrem besonderen Gespür für Atmosphäre nachhaltig geprägt. Ihre Arbeiten haben die Wassermühle auf eindrucksvolle Weise verändert und den Besucherinnen und Besuchern neue Erfahrungen von Raum und Material eröffnet. Für ihren weiteren künstlerischen Weg wünschen wir ihr alles Gute und weiterhin viel Erfolg.“

Oliver Mesch betont die Bedeutung des Stipendiatinnenwechsels für die Gemeinde: „Wir freuen uns sehr, Ana Kostova als neue Stipendiatin in der Trittauer Wassermühle willkommen zu heißen. Ihre Arbeiten, die sich mit der Erweiterung der Malerei in den Raum beschäftigen, eröffnen neue Perspektiven auf Farbe, Form und Wahrnehmung. Mit ihrer lebendigen und experimentellen Bildsprache wird sie spannende künstlerische Impulse nach Trittau bringen und das kulturelle Leben unserer Gemeinde bereichern.“

„Meine Malerei ist wie ein Haus, sie kann von allen Seiten betrachtet werden“, sagt Ana Kostova. Die 1995 in Bulgarien geborene Künstlerin erschafft Werke, die den Raum selbst zum Protagonisten machen. In Installationen, Objekten und Reliefs verschwimmen Grenzen zwischen Zwei- und Dreidimensionalität: Perspektiven kippen, Wände verschieben sich, und scheinbar vertraute Orientierungspunkte lösen sich in ein Spiel aus Farbe, Form und Licht auf.

In Arbeiten wie Von einem Raum zum anderen transformiert Kostova Alltägliches in lebendige Farb- und Formexperimente. Kleine Raumecken, Paravents oder einfache Gegenstände werden zu leuchtenden Kompositionen aus Gelb, Blau, Rosa und Flieder – intuitiv, verspielt und präzise.
Ihre geometrischen Reliefs und Installationen greifen Traditionen der Konkreten Kunst, konstruktivistische Formensprache und bulgarische Bodenmosaike auf, brechen deren strenge Regeln jedoch bewusst. Formen werden zu Trägern von Erinnerung, kultureller Identität und kollektiven Erfahrungen. Farbe strukturiert, verschiebt und belebt die Form – und macht die Betrachter:innen zu Teilnehmenden des Raums.

„Ana Kostova lädt dazu ein, Raum, Perspektive und Wahrnehmung neu zu erfahren. Ihre Arbeiten hinterfragen festgefügte Schemata, verbinden persönliche und kollektive Geschichten und eröffnen einen intuitiven Zugang zu künstlerischen Traditionen im Jetzt – leuchtend, verspielt und unverwechselbar. Wir freuen uns auf Kostovas Arbeiten, die in diesem Jahr entstehen werden“, sagt Dr. Katharina Schlüter, Geschäftsführerin der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn und Vorsitzende der Jury. Ana Kostova wurde aus zahlreichen Bewerbungen ausgewählt, da ihr künstlerischer Ansatz und ihre Bewerbung besonders überzeugten.

Ana Kostova (*1995 in Plovdiv, Bulgarien) lebt und arbeitet aktuell in Hamburg. Von 2021 bis 2023 studierte sie Freie Kunst im M.A. an der Muthesius Kunsthochschule Kiel bei Prof. Antje Majewski, zuvor absolvierte sie ein Masterstudium Malerei an der Nationalen Kunstakademie Sofia.
2023 erhielt sie den DAAD-Preis für herausragende internationale Studierende, 2024 wurde sie für den André-Evard-Preis für konkret-konstruktive Kunst nominiert, und ebenfalls 2024 erhielt sie ein Pavillon-Stipendium des Kulturwerks Schleswig-Holstein. Ihre abstrakten, geometrischen Arbeiten waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen im In- und Ausland zu sehen. 2025 realisierte sie u. a. eine Ausstellung in Zusammenarbeit mit der Galerie Kaufmann in Hamburg, in dessen Rahmen auch eine umfangreiche Publikation erschienen ist.

Noémi Barbaglia (*1993 in Luxemburg) ist die 34. Stipendiatin des Kunststipendiums in der Trittauer Wassermühle, gefördert durch die Sparkassen - Kulturstiftung Stormarn. Von 2014 bis 2022 studierte sie an der HFBK Hamburg und bekam 2019 den Karl H. Ditze Preis für die beste Abschlussarbeit. 2017 erhielt sie zudem eine Begabtenförderung der Studienstiftung des deutschen Volkes und erhielt 2024 das Arbeitstipendium der Freien und Hansestadt Hamburg. 2024 realisierte sie im Kunstverein Harburger Bahnhof ihre erste institutionelle Einzelausstellung „The Hallway“.

Kunststipendium in der Trittauer Wassermühle Die Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn schreibt seit über 30 Jahren ein einjähriges Stipendium mit Residenzpflicht für bildende Künstler:innen aus. Angesprochen sind Künstler:innen mit abgeschlossenem, künstlerischem Studium, die in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern leben und arbeiten. Die Sparkassen-Kulturstiftung sieht seit 1992 ihre Aufgabe darin, Künstler:innen im Rahmen dieses Stipendiums eine künstlerische Weiterentwicklung zu ermöglichen und eine umfangreiche Publikationsmöglichkeit zu bieten. Gefördert werden soll das künstlerische Potential von Künstler:innen aus dem norddeutschen Raum, die eine mindestens zweijährige Ausstellungstätigkeit nach dem Studienabschluss nachweisen können.

Ausstellung von Noémi Barbaglia – Shift
Noch bis zum 17. Mai 2026

Finissage & Künstlerinnengespräch
mit Noémi Barbaglia und Dr. Martin Karcher
17. Mai 2026, 15 Uhr

Ausstellungsort
Galerie in der Wassermühle Trittau & Atelierhaus Trittau
Am Mühlenteich 3
22946 Trittau

Öffnungszeiten
samstags und sonntags, 11 bis 17 Uhr

Impressionen des Pressegesprächs zum Stipendiatinnenwechsel

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Thomas Bothe, Vorstand der Sparkasse Holstein; Ana Kostova, Künstlerin; Dr. Katharina Schlüter, Stiftungen der Sparkasse Holstein; Oliver Mesch, Bürgermeister Trittau

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Pressegespräch

Ana Kostova Vera Drebusch

35. Stipendiatin Ana Kostova, Foto: Vera Drebusch

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Noemi Barbaglia, 34. Stipendiatin. Foto: Volker Renner