"Fifty Fifty" von Julia Schulze Darup
Ausstellungseröffnung am 6. Juni 2026 in der Galerie in der Wassermühle Trittau
Abbildung: Julia Schulze Darup, Acht Millimeter, 2025, Detail, Foto: Henning Rogge.
Am Samstag, 6. Juni 2026 um 11 Uhr eröffnet die Einzelausstellung Fifty Fifty der Künstlerin Julia Schulze Darup in der Galerie in der Wassermühle Trittau.
In ihrer künstlerischen Praxis untersucht Julia Schulze Darup räumliche und emotionale Spannungsverhältnisse. An der Schnittstelle von Skulptur und Installation entstehen Arbeiten, die Beziehungen zwischen Körpern, Materialien und sozialen Strukturen sichtbar machen. Durch die Verbindung von Keramik und Textil legt die Künstlerin tradierte Zuschreibungen von Stärke und Verletzlichkeit, Härte und Weichheit sowie Stabilität und Fragilität offen.
Fotos (Lisa Winter) v.l.: Julia Schulze Darup: EINS ZU EINS II, 2026 und Verlorene Wimpern, 2024.
Ihre Arbeiten machen körperliche Zustände erfahrbar und thematisieren zugleich Nähe und Distanz, Abhängigkeit und Eigenständigkeit sowie Leerstellen innerhalb zwischen-menschlicher Beziehungen. Dabei richtet Schulze Darup den Blick auf die Frage, welche Lasten getragen, welche Verbindungen aufrechterhalten und welche Strukturen neu gedacht werden müssen. Ein besonderer Fokus ihrer Arbeit liegt auf transgenerationalen Prozessen innerhalb von Familiensystemen sowie auf Fragen genetischer Vererbung. In diesem Zusammenhang untersucht sie Momente der Ungewissheit ebenso wie das Spannungsfeld zwischen Verschmelzung und Autonomie. Im Zentrum ihres Interesses stehen dabei Gesten des Tragens, Haltens und Loslassens.
„Besonders im Hinblick auf das Jahresthema der Sparkassen-Kulturstiftung Stormarn „Individualität und Intelligenz“ sind die Arbeiten von Julia Schulze Darup interessant. Die Künstlerin verbindet Formen und Inhalte wissenschaftlicher, im Speziellen biologischer Zeichnungen mit Materialien, die Weichheit und gleichzeitig Härte ausstrahlen. Intelligenz wird hier nicht allein als kognitive Kraft, sondern auch als körperimmanentes Wissen erfahrbar.“, beschreibt Miriam Schmidt, Referentin für Kunst und Kultur bei den Stiftungen der Sparkasse Holstein.
Oliver Mesch, Bürgermeister der Gemeinde Trittau, freut sich: „Es sind wieder tolle Arbeiten hier in Trittau zu sehen, die weit über die klassischen Formen von Kunst hinaus gehen. Die raumgreifenden Installationen in ihrer Farbigkeit und ihrer diversen Materialität steigern die Attraktivität der Wassermühle. Ein großer Dank an die Künstlerin für ihre großartige Arbeit!“
Über die Künstlerin
Julia Schulze Darup (*1991 in Coesfeld) hat im Studienschwerpunkt Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Hamburg und der Royal Danish Academy of Fine Arts in Kopenhagen studiert. Ihre Werke wurden bereits in zahlreichen Gruppenausstellungen sowie im Rahmen von Einzelausstellungen im Kunstverein Harburger Bahnhof und der Galerie Bittel von Jenisch in Hamburg gezeigt.
Informationen zur Ausstellung:
6. Juni bis 12. Juli 2026
Öffnungszeiten: Sa + So 11 - 17 Uhr
Galerie in der Wassermühle Trittau
Am Mühlenteich 3
22946 Trittau
Eröffnung
6. Juni 2026 um 11 Uhr
Begrüßung
Oliver Mesch, Bürgermeister der Gemeinde Trittau
Einführung
Miriam Schmidt, Referentin Kunst und Kultur bei den Stiftungen der Sparkasse Holstein
Künstlerinnengespräch
Am Sonntag, den 28. Juni 2026 findet um 15 Uhr ein Künstlerinnengespräch mit
Julia Schulze Darup und Lisa Klosterkötter statt.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.
Stormarner Kinderatelier zur Ausstellung
Samstag, 20. Juni 2026 von 15 – 17 Uhr in der Galerie in der Wassermühle Trittau.